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Welterbe-Paukenschlag für Naumburg: "Referral of Nomination"

UNESCO bestätigt außergewöhnlichen Wert des Naumburger Doms

Ein bewegender Moment: Naumburg hat es geschafft und wird Welterbe

Mit Jubelposen und einem Jubelschrei endete das Warten von rund 500 Welterbe-Anhängern aus der gesamten Region. Der Jubel war zeitgleich der Auftakt für die Feier, die sich im Zentrum Naumburgs bis in die Abendstunden fortsetzte. Auf dem Markt hat Naumburg und sein Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut die Entscheidung der UNESCO in Krakau aufgenommen: Referral of Nomination. Demnach ist der Antrag "Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Kulturlandschaft an den Flüssen Saale und Unstrut" im Gesamten nicht aufnahmefähig, dafür aber die Eintragung des Naumburger Doms als Einzeldenkmal sehr wahrscheinlich. Das Komitee erkennt den außergewöhnlichen Wert des Gutes an, schiebt jedoch die Eintragung mit der Bitte um zusätzliche Informationen auf. In diesem Fall kann der Antrag in einer Frist von drei Jahren zur endgültigen Entscheidung vorgelegt werden.

Aus einer Pressemitteilung des Fördervereins heißt es: "Der außergewöhnliche universelle Wert des Naumburger Doms wurde anerkannt, lediglich die weltweite Bedeutung der Kulturlandschaft  wurde nicht bestätigt."

Naumburgs Oberbürgermeister Bernward Küper war begeistert: "Dies ist eine diplomatische Entscheidung der Unesco, über die ich mich letztlich sehr freue. Diese Entscheidung ist auf diplomatischem Parkett erstritten worden. Einen ganz herzlichen Dank an das Außenministerium und die Vertreter unserer Landesregierung, aber insbesondere auch an unsere Delegation geleitet von Herrn Landrat Ulrich. Sie hat in den letzten Tagen wesentlich durch ihre persönlichen Gespräche zu diesem Ergebnis beigetragen. Jetzt können wir an die Arbeit gehen. Wir wissen, dass wir eingetragen werden und wir können in den nächsten Jahren die Eintragung vorbereiten und weiter an unserem Erbe, der Erhaltung unseres Erbes und der Erlebbarmachung für unsere Gäste arbeiten."

„Das ist eine herausragende Ausgangsposition“ so die Leiterin der deutschen Delegation, Staatsministerin  Prof. Dr. Maria Böhmer. „Der Antrag muss auf den Dom fokussiert werden, innerhalb von drei Jahren kann er ohne erneute Evaluierung dem Welterbekomitee zur Einschreibung in die Welterbeliste vorgelegt werden.“

Alle Informationen zum Welterbe-Antrag der Region finden Sie hier: http://www.welterbeansaaleundunstrut.de.

© Felix Prescher E-Mail

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