Aktuelle Entwicklungen im Naumburger Blütengrund – Fähre und Schifffahrt in der Saison 2017

Fähre im Blütengrund
Die Fähre im Blütengrund ist in der Saison im Einsatz.

Betrieb Fähre – 12. April 2017

Seit 6. April liegt die Fähre im Naumburger Blütengrund wieder im Wasser. Generalüberholt und vom Bauhof der Stadt Naumburg (Saale) neu angestrichen, wartet sie seitdem auf ihre erste Fahrt der Fährsaison 2017. In den letzten Tagen mussten nun noch die Laufstege, Pontons und der Fähranleger wieder hergerichtet werden. Die Anlage ist dabei sowohl für Niedrig- als auch ein mögliches Hochwasser gerüstet. Folgende Unternehmen sorgten dabei mit größtmöglichem Einsatz für die schnelle Wiederherstellung der Infrastruktur der Fähre: IBB-Ingenieurbüro für Bauplanung und Beratung Markleeberg, Metallbau Westphal aus Pegau sowie Tief- und Spezialbau Halle. Auch die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden gestaltete sich positiv. Eine schnelle Bearbeitung ermöglichten das Umweltamt des Burgenlandkreises sowie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt.

Für Donnerstag, den 13. April, wird der Start in die Fährsaison angekündigt. Das Einsetzen der 7,50 m großen Pontons ist an diesem Tag für 10 Uhr angedacht. Anschließend werden das Anbringen und das Verankern vor Ort einige Stunden in Anspruch nehmen. Schließlich wird um 15 Uhr zu einem Pressetermin eingeladen. Dieser Termin und die Uhrzeit sind nach heutigem Stand realistisch und wurden mit den beteiligten Firmen abgestimmt. Wir gehen davon aus, dass am Nachmittag ein erstes Übersetzen mit Naumburgs Stellvertretendem Oberbürgermeister Armin Müller organisiert werden kann.

Als neuer Fährmann im Blütengrund konnte Manfred Berro und sein Schifffahrtsunternehmen aus Bad Kösen gewonnen werden. Er erhielt einen Vertrag zum Betreiben der Fähre für dieses Jahr und wird den Fährbetrieb absichern.

Schifffahrt im Blütengrund – 6. April 2017

Seit Sommer 2015 wurden Gespräche mit dem langjährigen Pächter im Blütengrund geführt. Eine vertragliche Lösung zur Fortführung der Schifffahrt konnte allerdings nicht gefunden werden.

Grund hierfür war die Errichtung von gastronomischen Einrichtungen ohne die erforderlichen Genehmigungen, die vorerst von der Stadt Naumburg (Saale) geduldet wurden, mit Ablauf des Pachtvertrags (31.12.2016) aber neu zu regeln waren. Die Stadt hat dabei unter Einbeziehung vieler Partner versucht, den Standort der Schifffahrt dauerhaft zu sichern. Dem ehemaligen Pächter lagen mehrere Angebote für die Neugestaltung des Areals vor. Auch ein Vorbescheid hinsichtlich der Förderung eines solchen Vorhabens wurde beim Land Sachsen-Anhalt eingeholt und positiv bewertet. Die planungsrechtliche Zulässigkeit eines Servicegebäudes für Schifffahrt und Gastronomie wurde festgestellt.

Es ist festzuhalten, dass bei den Vertragsverhandlungen vielfältige Gesichtspunkte berücksichtigt werden mussten. Das Grundstück befindet sich innerhalb eines Denkmalbereichs, im Überschwemmungsgebiet von Saale und Unstrut und wird umschlossen von einem Landschaftsschutzgebiet. Bei einer künftigen Verpachtung des Grundstückes sind diese Punkte von der Stadt und dem Nutzer erneut zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere bei der Errichtung von Bauwerken.

Die Stadt ist seit einigen Wochen in Verhandlungen mit anderen Schifffahrtsunternehmen, die interessiert daran sind, den Schifffahrtsbetrieb wieder aufzunehmen. Die Gespräche über die Rahmenbedingungen etc. werden derzeit geführt.

 

© Annett Einicke E-Mail