Bachs Beste! Hildebrandt-Orgel, St. Wenzel

Bachs Beste! Hildebrandt-Orgel in der Stadtkirche St. Wenzel, Naumburg ©Torsten Biel

Prunkstück der Wenzelskirche ist die Hildebrandt-Orgel. Die gewaltige Orgel in der Wenzelskirche wurde von Silbermann-Schüler Zacharias Hildbrandt gebaut und 1746 von Johann Sebastian Bach geweiht. Ihre Einmaligkeit verdankt sie der außergewöhnlichen Klangfülle - sie gilt als Verkörperung des Bachschen Orgelideals. Von Mai bis Oktober finden mittwochs, samstags und sonntags jeweils um 12.00 Uhr Kurzkonzerte statt ("Orgel punkt Zwölf"). Darüber hinaus stehen in den Sommermonaten internationale Meisterkurse und vielfältige Abendkonzerte ("Internationaler Orgelsommer") auf dem Veranstaltungsprogramm. Rechtzeitige Kartenreservierung wird empfohlen.

"Orgel punkt zwölf" - Mittagsmusik an der Hildebrandt-Orgel
Mai bis Oktober | Mittwoch, Samstag, Sonntag und feiertags | 12.00 Uhr | Dauer 30 Minuten
Eintritt: 6,50 € pro Person, mit Spieltischbesichtigung 10,00 € pro Person 

Internationaler Orgelsommer
Juli und August | jeden Freitag | 19:30 Uhr

Tickets im Vorverkauf
Tourist-Information Naumburg, Markt 6, Tel. +43 3445 273-125, E-Mail: tourismus@naumburg-stadt.de

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Kontakt Orgelbüro
E-Mail: buero.hildebrandtorgel.nmb(at)googlemail.com

Stadtkirche St. Wenzel - Topfmarkt - 06618 Naumburg
Öffnungszeiten: Mai bis Oktober, 11 bis 16.30 Uhr
Telefon: 03445-208401

 

Die Bach-Orgel - Star des Internationalen Orgelsommers Naumburg

„Echos aus sechs Jahrhunderten – 600 Jahre St. Wenzel, 280 davon mit der Stimme Bachs“ – mit diesem Programm eröffnet der Internationale Orgelsommer in Naumburg. Im Juli und August 2026 erleben Besucher aus aller Welt die weltbekannte Hildebrandt-Orgel zu St. Wenzel im Jubiläumsjahr der Grundsteinlegung der Stadtkirche.

Durch die hohen, schlanken Fenster fällt das Sonnenlicht auf die dreigeschossige Empore in der Stadtkirche St. Wenzel zu Naumburg. Von oben erklingen Flötentöne, hell und klar. Sie schweben im Kirchenraum. Zur Waldflöte licht und zart gesellt sich die Rohrflöte, warm und füllig, begleitet von der sanft streichenden Viola da Gamba. Noch ein Register kommt hinzu: Unda Maris, mit einem Klang wie das Wogen von Meereswellen. Die Akkorde schwingen sich auf, Fagott und Gemshorn, Trompeten und Posaunen setzen ein und heben die Klangwolke weiter empor, mit allen Registern, die nun gezogen werden, zu einem fulminanten Crescendo.

Die Hildebrandt-Orgel von Naumburg gehört zu den herausragendsten Orgeln der Welt. Hier thront sie auf der höchsten Empore, prachtvoll, mächtig und elegant – die Königin der Instrumente. Die Orgel zeigt sich als Juwel des Barock: reichhaltig verziert der weiß-goldene Prospekt, üppig das barocke Akanthusblatt-Schnitzwerk und der Mittelturm bekrönt mit dem Großen kursächsischen Wappen und dem Wappen von Naumburg. In der UNESCO-Welterbe-Domstadt stehen Besucher heute vor der größten Bach-Orgel der Welt: Es ist die einzige authentisch erhaltene Orgel, die der Komponist selbst mitkonzipiert und abgenommen hat. Genau hier, am originalen Spielschrank mit den 60 Registerzügen saß Johann Sebastian Bach am 26. September 1746 – vor genau 280 Jahren. Geschaffen von Zacharias Hildebrandt, einem der besten Instrumentenbauer seiner Zeit, prüften Gottfried Silbermann und Johann Sebastian Bach gemeinsam vier Tage lang ihr Können und Spiel und stellten ihr dann ein glanzvolles Zeugnis aus. Die außergewöhnliche Klangschönheit mit einer nahezu unendlichen Vielfalt an Klangfarben macht sie so besonders.

Tausende Besucher kommen jedes Jahr nach Naumburg an der Saale, um sie zu sehen und zu hören. Als Höhepunkt der Konzertsaison lädt der Internationale Orgelsommer zu großen Abendkonzerten im Juli und August, bei denen die Stars der Orgelszene zu Gast sind. Zum diesjährigen 600. Jubiläum der Grundsteinlegung der Stadtkirche St. Wenzel steht die Veranstaltung unter einem besonderen Motto: „Echos aus sechs Jahrhunderten – 600 Jahre St. Wenzel, 280 davon mit der Stimme Bachs“. Die Künstlerinnen und Künstler dieser Saison greifen diesen Gedanken auf besondere Weise auf: Ihre Programme schlagen einen Bogen von den Anfängen der Orgelmusik im 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart und lassen die Hildebrandt-Orgel in immer neuen Farben und Perspektiven erklingen.

„Die weltbesten Organisten geben sich hier in Naumburg nun den Orgelschlüssel in die Hand“, so Nicolas Berndt, der künstlerische Leiter der Konzertreihe. Musikerinnen und Musiker aus acht Ländern, die allesamt zu den herausragenden Persönlichkeiten ihres Fachs zählen, sind in Naumburg vertreten. Sie kommen aus Finnland, Polen, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, der Schweiz, Tschechien und Deutschland und repräsentieren bedeutende Kathedralen und Musikhochschulen in Europa. Dazu erwarten die Besucher einzigartige Konzerte mit Violine, Viola da Gamba und Gesang. So zeigt sich die Wenzelskirche als ein lebendiger Klangraum der Vielfalt musikalischer Ausdrucksformen über die Jahrhunderte.  

„Wenn die Hildebrandt-Orgel erklingt, lässt das niemanden unberührt“, sagt Wenzelsorganist Nicolas Berndt. Er selbst ist ein renommierter Konzertorganist und internationaler Preisträger, der europaweit spielt, beim Leipziger Thomanerchor und in der Londoner Saint Paul´s Cathedral. Die Hildebrandt-Orgel ist jedoch einzigartig: Nicht nur an Zahl, sondern auch an der Vielfalt der Register überträfe sie sogar alle Werke, die Gottfried Silbermann einst geschaffen hat. „Ihren perfekten Klang zu hören, ist wie die Schönheit der Mona Lisa zu sehen.“

Eine Schönheit, die nicht vergeht. Bereits vor fast 300 Jahren preiste ihr erster Organist sie mit den Worten: „... und wer diese Orgel gesehen und gehöret, der ist niemals ohne Bewunderung davon hinweggegangen.“ So wird Johann Christoph Altnikol, der Schwiegersohn und letzte Schüler des Komponisten Johann Sebastian Bach zitiert.

Für heutige Besucher öffnet sich beim Zuhören ein Schaufenster ins 18. Jahrhundert, in die Zeit des Barock: „Denn St. Wenzel in Naumburg ist der einzige Ort der Welt, an dem man Bachs Klangvorstellungen für seine Orgelmusik noch heute lebendig und authentisch nachempfinden kann“, erklärt Nicolas Berndt. Zugleich offenbart sie sich als visionäres Instrument, „denn Hildebrandt hat damals auch neue Timbre und Tonfarben eingefügt, die es zuvor so nicht gab“. Doch ohne St. Wenzel wäre der Bach-Klang nicht vollständig: Erst die perfekte Akustik des spätgotischen Bauwerks von 1426 lässt die Königin so einzigartig klingen. Die ganze Stadtkirche wirkt als Resonanzkörper.

Mit einem eigenen Musikformat stellt sich die Hildebrandt-Orgel auch mit halbstündigen Mittagskonzerten bis Ende Oktober mehrmals wöchentlich vor. In der Reihe „Orgel punkt Zwölf“ spielen Organist Nicolas Berndt und Assistenzorganistin Mirjam Laetitia Haag und erklären die Musik von Bach und anderen Komponisten. Das Format bietet auch jungen, mehrfach ausgezeichneten Talenten ein Podium. Die Konzerte sind perfekt zum Hineinschnuppern in den Hörgenuss und für jeden Besucher geeignet - und ganz gleich ob mit oder ohne musikalische Erfahrung, jeder ist willkommen.

Die Königin der Instrumente, die zu den Kulturschätzen Deutschlands und Europas zählt, macht Naumburg zu einem wichtigen Bach-Ort. Nicolas Berndt: „Unabhängig davon, ob man je mit klassischer Musik oder gar mit Orgelmusik in Berührung gekommen ist, zieht der Klang der Bach Orgel alle in den Bann“.

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PRESSETEXT DIE BACH-ORGEL - STAR DES INTERNATIONALEN ORGELSOMMERS 2026
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