Sondertexte

Detlef Apel, Geschäftsführer Kurbetriebsgesellschaft Naumburg/Bad Kösen mbH

„Dass ein Bad nicht kostendeckend arbeitet, ist deutschlandweit üblich. Das Bulabana steht im wirtschaftlichen Ergebnis auch nicht vor einer neuen Situation.

Das Bad wurde vor über 20 Jahren als Naherholungsangebot für Stadt und Region gebaut. Energie war zum damaligen Zeitpunkt ein unerheblicher Kostenfaktor. Das hat sich heute geändert; es müssen deutlich mehr Mittel aufgewendet werden, um das Bulabana zu betreiben.

Zudem besteht im Bulabana ein erheblicher Sanierungsstau, auch dies ist kein Spezifikum des Naumburger Bades, der in der Vergangenheit nicht abgebaut werden konnte.

Dem Einsatz unserer Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass das Bad in den letzten Jahren trotzdem für die Besucher einen hervorragenden Eindruck gemacht hat. Diese haben mit hohem Engagement und viel Liebe für Sauberkeit gesorgt und technische Anlagen gepflegt. Genau dieser Einsatz allein reicht heute jedoch nicht mehr aus, um die vermehrt auftretenden technischen Probleme zu beheben bzw. zu vermeiden.

Weder der Kurbetriebsgesellschaft noch der Stadt Naumburg als alleinige Gesellschafterin stehen die Mittel für einen unveränderten Weiterbetrieb zur Verfügung. Somit musste die Entscheidung getroffen werden, den Betrieb ab 01.04.2023 stillzulegen, auch um negative Auswirkungen auf die Einrichtung in Bad Kösen, aber auch auf die Stadt zu vermeiden.

Schulschwimmen kann somit mit Quartalswechsel nicht mehr im Bulabana durchgeführt werden.

Leider war auch der Versuch, einen Investor für das Bulabana zu finden, nicht erfolgreich. Hierzu wurden über 80 potenzielle strategische Partner identifiziert und angesprochen.

Mit der Betriebseinstellung muss die Personalstruktur an die neue Situation und die neuen Gegebenheiten in der Kurbetriebsgesellschaft angepasst werden. Hierzu werde ich mit jedem Mitarbeiter sprechen.“

© Matthias Mann E-Mail

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