Naumburg Kolleg: Junge Wissenschaftler mit neuen Erkenntnissen zum Naumburger Dom

  • Naumburger Dom, Westlettner, Relief der Gefangennahme Christi. Virtuelles Befundmodell der Farbigkeit der Erstfassung - schematische Darstellung der Lokalfarben; Grafik: Bernadett Freysoldt
    Naumburger Dom, Westlettner, Relief der Gefangennahme Christi. Virtuelles Befundmodell der Farbigkeit der Erstfassung - schematische Darstellung der Lokalfarben; Grafik: Bernadett Freysoldt.
  • Das Naumburg Kolleg (v. l. n. r.): Dominik Jelschewski, Tim Erthel, Ilona Dudzinski, Peter Bömer, Alexander Sembdner, Jacqueline Menzel, Christina Hans, Sabine Treude, Daniela Karl, Bernadett Freysoldt und Susanne Frank; Foto: Jelca Kollatsch für VolkswagenStiftung
    Das Naumburg Kolleg (v. l. n. r.): Dominik Jelschewski, Tim Erthel, Ilona Dudzinski, Peter Bömer, Alexander Sembdner, Jacqueline Menzel, Christina Hans, Sabine Treude, Daniela Karl, Bernadett Freysoldt und Susanne Frank; Foto: Jelca Kollatsch für VolkswagenStiftung.
  • Der gegen Ende der 1240er-Jahre erbaute Westlettner gehört zu den wenigen erhaltenen Lettneranlagen des Mittelalters. Die Befunde der Bauforschung erlauben eine nahezu lückenlose Rekonstruktion der Entstehungs- und Objektgeschichte des Westlettners; Grafik: Ilona Dudzinski, Naumburg Kolleg
    Der gegen Ende der 1240er-Jahre erbaute Westlettner gehört zu den wenigen erhaltenen Lettneranlagen des Mittelalters. Die Befunde der Bauforschung erlauben eine nahezu lückenlose Rekonstruktion der Entstehungs- und Objektgeschichte des Westlettners; Grafik: Ilona Dudzinski, Naumburg Kolleg.
  • Naumburger Dom, Westlettner. Gesamtansicht des Lettners mit einer Fotomontage der Befunde zur Erstfassung; Grafik: Bernadett Freysoldt.
    Naumburger Dom, Westlettner. Gesamtansicht des Lettners mit einer Fotomontage der Befunde zur Erstfassung; Grafik: Bernadett Freysoldt.

Viele Jahrhunderte wird bereits am Naumburger Dom geforscht. Seit jeher treten neue geheimnisvolle Erkenntnisse zu Tage, die besonders den Mythos der Stifterfiguren um Uta von Ballenstedt erklären sollen. Nun wurden neue Forschungsarbeiten vorgestellt.

Der Dom mit dem Westchor und dessen herausragender Ausstattung steht seit 2009 im Mittelpunkt der Forschungen des Naumburg Kollegs. Das Kolleg setzte sich aus elf Doktoranden verschiedener Fachrichtungen aus sechs Universitäten zusammen und erforschte den Dom aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Themen der enstandenen Doktorarbeiten reichen von Kunsttechnologie, Bauforschung und Kunstgeschichte bis hin zur Tourismusforschung. In diesem außergewöhnlich breit angelegten Forschungsfeld lag der Modellcharakter des Projektes, das schließlich auch die Volkswagen Stiftung überzeugte. Unter dem Motto "Offen - für Außergewöhnliches" fördert sie das Kolleg mit ca. 1,5 Mio. Euro.

Zur Abschlusstagung des Naumburg Kollegs am 1. und 2. Februar stellten die Doktoranden ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vor. Prof. Dr. Christoph Herm von der Hochschule für Bildende Künste Dresden moderierte im Bundessprachenamt vor bestens gefüllten Reihen die Veranstaltung. Themen der Abschlussarbeiten sind unter anderem "Mittelalterliche Stifterstatuen in Frankreich und Deutschland", "Eine Chemikerin im Dom? Untersuchung der historischen Farbschichten der Skulpturen des Westchors" oder "Nachhaltige Entwicklung und Nutzung von sakralen Kulturgütern: Der Naumburger Dom".

Weiteres Wissenswertes erfahren Sie auf den folgenden Seiten: www.naumburgkolleg.de .