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Besondere Ehren: Theater Naumburg erhält Theaterpreis des Bundes 2017

Im aktuellen Programm: Die Geschichte vom braven Soldaten Schwejk

Theaterpreis des Bundes – Kulturstaatsministerin Grütters gibt Gewinner bekannt

Die Gewinner des diesjährigen Theaterpreises des Bundes stehen fest. Eine von Kulturstaatsministerin Monika Grütters berufene Jury hat aus 131 Bewerbungen acht Theater ausgewählt:
Theater & Philharmonie Thüringen, Gera/Altenburg

Theater Naumburg

E. T.A. Hoffmann Theater, Bamberg

TJG. Theater Junge Generation, Dresden

Lichthof Theater, Hamburg

Tanzhaus NRW, Düsseldorf

Sophiensäle, Berlin

Schaubude Berlin.

BEGRÜNDUNG

Das Theater Naumburg ist de facto eine Theaterneugründung: 2009 wurde es von einer Puppenbühne in ein Ensembletheater umgewandelt. Seitdem entwickelt es als kleinstes Stadttheater Deutschlands ein Programm für alle Generationen – und greift insbesondere seit 2015, als Stefan Neugebauer die Intendanz übernahm, weit in die kleine, aber geschichtssatte Stadt aus, erobert Kirchen, Museen, Gerichtssäle – und das Publikum. Dabei gelingt ihm zum Beispiel mit nur vier Ensemblemitgliedern auch Goethes „Faust“ an zwei verschiedenen Spielstätten – nah am Text und doch originell. Dieses Engagement möchten wir mit der Preisverleihung ebenso würdigen wie den Mut der Kommune, in Zeiten, in denen eher über Ensemble- und Theaterschließungen nachgedacht wird, ein eigenes Ensemble aufzubauen.
Preisgeld: 115.000 Eurohttp://www.theater-naumburg.de/


Monika Grütters erklärte: „Für den Preis, den wir in diesem Jahr zum zweiten Mal verleihen, gab es wieder zahlreiche herausragende Bewerbungen. Auszeichnen konnten wir ein breites Spektrum an Preisträgern, [...]. Es sind oft gerade die kleineren Bühnen, die mit experimentellen Theaterformen und breitem Spartenspektrum einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leisten und so große Sichtbarkeit erreichen. Theater sind eben unverzichtbare Orte öffentlicher Debatten, die die Gesellschaft nie nur abbilden, sondern sie immer auch mitformen. Gerade diese nun ausgezeichneten Bühnen möchte der Bund in ihrer künstlerischen Arbeit ermutigen und in ihrer Rolle stärken. Mit dem Theaterpreis wollen wir den Theatern mehr - auch medienwirksame - Aufmerksamkeit und Wertschätzung verschaffen.“

Der Preis richtet sich an kleine und mittlere Theater, deren Programm in der Spielzeit 2015/16 Grundlage der Bewertung war. Mit den Preisgeldern möchte der Bund Bühnen würdigen, die in ihren Produktionen oder strukturellen Entscheidungen einen künstlerischen Anspruch verteidigen, der überregionale Beachtung verdient.

Der Jury gehören an: Detlef Brandenburg, Dorte Lena Eilers, Georg Kasch, Juliane Votteler und Stefanie Wenner. Die Realisierung des Theaterpreises erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts (ITI). Die Verleihung der Preise wird am 6. Juli 2017 im Theater der Altmark Stendal, Gewinner des Theaterpreises im vergangenen Jahr, stattfinden.

© Felix Prescher E-Mail

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