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Pogromgedenken am 9. November

Schüler der Freien Schule gestalteten Gedenkveranstaltung

Am 9. November 1938, der sogenannten Reichspogromnacht, kam es zu Übergriffen auf die jüdische Bevölkerung in ganz Deutschland. Bundesweit wurde an diesem Tag der Pogrome von 1938 gedacht, so auch in Naumburg. Gemeinsam mit dem Forum Ehrenamt und den Schülern der Freien Schule im Burgenland Jan Hus gestaltete die Stadtverwaltung Naumburg eine Gedenkveranstaltung um 11.00 Uhr auf dem Marktplatz. 

Wie auch im letzten Jahr waren die Schüler der zehnten Klassen der Freien Schule im Burgenland Jan Hus maßgeblich für die Inhalte des Programms verantwortlich. Alle beteiligten Schüler hatten im März 2017 an einer Reise nach Auschwitz teilgenommen und ihre Eindrücke in Gedichten und Musikstücken verarbeitet. Das Gedicht " Auschwitz - auch Oswiengim genannt", geschrieben von den ehemaligen Schülern Anton Steinhagen und Christoph Madeja, wurde von Carmen Arendt, Klasse 10b, vorgetragen. Henry Schumann, Klasse 10a, verlas sein selbst verfasstes Gedicht „Zelle“. Von Peter Nagy, Klasse 10a, erklangen selbst komponierte Stücke. Die Namen der ermordeten Naumburger Juden wurden von Inka Frölich und Jörn Sachse, Klasse 10b, verlesen. Pfarrer Hans-Martin Ilse begleite mit Worten des Gedenkens und der Besinnung die Veranstaltung, Oberbürgermeister Küper sprach ein Grußwort. 

In Zusammenhang mit der Gedenkveranstaltung sei noch einmal auf die Ausstellung "Begegnung mit der deutschen Vergangenheit" hingewiesen, die noch bis zum 22. November im Kunstwerk Turbinenhaus zu sehen ist. Sie dokumentiert die Exkursion der Schüler nach Auschwitz anhand von Texttafeln und beschäftigt sich mit Menschenschicksalen und dem Alltag im Lager. Führungen durch die Jugendlichen, die an der Exkursion teilgenommen haben, können direkt bei der Freien Schule im Burgenland Jan Hus unter der Telefonnummer 03445 / 699 04 50 vereinbart werden.

 

© Nicola Rouette-Lauer E-Mail

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